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Donnerstag, 12. September 2013

Nachträgliche Kosten

Heute konnten wir endlich ein leidiges Thema mit dem Wasserbeschaffungsverband Elbmarsch klären. Aber mal von Anfang an: Am 28.08.2013 lernten wir den Vorvoreigentümer unseres Grundstücks zufällig kennen. Dieser verkaufte ja auch die zwei gegenüberliegenden Grundstücke. Wir kamen ins Gespräch (Grundstück, Erdhaufen, Wasserschaden) und ganz zum Schluss meinte er, dass wir noch Post vom Wasserbeschaffungsverband erhalten würden, da der Baukostenzuschuss uns einfach angerechnet wurde. Wir wussten im ersten Moment überhaupt nicht was der Baukostenzuschuss überhaupt ist. Später fiel mir dann ein, dass wir eine Summe vom WBV erstattet bekommen hatten, da der Trinkwasseranschluss bereits auf unserem Grundstück lag. Schnell in die Unterlagen geguckt - aha! Baukostenzuschuss nennt sich das. 

Schon einige Tage später hatten wir besagtes Schreiben im Briefkasten. Die Summe in Höhe von 1.926,00 Euro wurde erneut von uns abgefordert, da der Vorvoreigentümer seinen Baukostenzuschuss nicht abtreten sondern auf das vierte Grundstück, welches gerade verkauft wurde, umschreiben lassen will. Unsere erste Reaktion: Was haben wir bitte mit dem Vorvoreigentümer zu tun? Der Trinkwasseranschluss lag bereits auf dem Grundstück, den haben wir von Frau D. mitgekauft. Außerdem hatten wir mit dem WBV ja geklärt, dass wir den alten stillgelegten Trinkwasseranschluss nutzen dürfen. Dies hatte jedoch zur Folge, dass der Anschluss des Hauses nicht 630 Euro sondern 1.475 Euro kostete, da der alte Anschluss noch reduziert, gespült und wieder geöffnet werden musste und zudem (wie ich heute erfahren habe) nicht nur 6m sondern 13m Rohr benötigte. Auf keinen Fall wollten wir jetzt auf den zusätzlichen Kosten sitzenbleiben, da man uns ja falsch beraten hat! Immerhin wurde uns der Betrag ja auch erstattet, da mussten wir davon ausgehen, dass das alles seine Richtigkeit hatte. Auf unser Schreiben erhielten wir schnell eine neue Antwort, dass wir den Betrag trotzdem zahlen müssen. Der Baukostenzuschuss hat nichts mit der Herstellung des Anschlusses zu tun sondern falle für jedes Haus an. Nerv!

Wir waren schon soweit zum Anwalt zu gehen. Ich habe heute jedoch erstmal das persönliche Gespräch gesucht. Eigentlich wollte ich nur einen Termin absprechen, hatte dann aber gleich den richtigen Sachbearbeiter am Telefon. Erst wollte er mit mir diskutieren, aber nach alledem was wir in den letzten Wochen durchgemacht haben, lasse ich nicht mehr auf mir herumtrampeln! Er hatte nicht verstanden wodurch uns Mehrkosten entstanden sein sollen, aber nachdem wir noch einmal alles durchgegangen waren, auch die Anlagen meines Schreibens, war er schnell dazu bereit sich der Sache anzunehmen.

Letztendlich sind wir nun so verblieben, dass wir die Differenzssumme zahlen. D. h. Baukostenzuschuss abzgl. Mehrkosten, die uns für die Nutzung des alten Anschlusses entstanden sind. So riiichtig glücklich sind wir natürlich nicht darüber, dass wir jetzt noch einmal 1.000 Euro zahlen müssen, aber wir sind wirklich froh, dass wir uns friedlich einigen konnten!

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